Berlin-Kopenhagen: 11. Etappe
11. Etappe: Fürstenberg – Zehdenick (40km)
Wegstrecke: Fürstenberg – Himmelpfort – Dannenwalde – Mildenberg – Zehdenick
Übersichtsseite zum Radweg Berlin-Kopenhagen
Beschreibung: Der Weg führt über das Gelände des ehemaligen Konzentarionslagers und entlang des Kinder-KZs. So erreicht man (Kontrastprogramm) den an vier Seen gelegenen Ort Himmelpfort. Den Namen verdankt der Ort dem 700 Jahre alten Kloster, dessen Gebäude teilweise noch erhalten sind. Auch der anderen Straßenseite wurde mit liebevoller Arbeit ein Kloster- und Kräutergarten errichtet, in dem über 200 verschiedene Kräuter und Gewürze wachsen. Im Gartenladen gibt es zahllose selbstgemachte Kräuterschnäpse zu kaufen.
Nach 13km erreichen wir Dannenwalde, ebenfalls ein recht trostloser Ort, in dem sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen.
Etwa 10 km vor Zehdenick sind zahllose kleine Seen zu entdecken. Dies sind aber keine natürlichen Seen sondern alte Tonstiche, die mittlerweile mit Wasser vollgelaufen sind. Hier in der Gegend vor Zehdenick wurden bis zur Wende Ziegel hergestellt. Das boomende Berlin der Gründerzeit ist fast ausschließlich aus Zehdenicker Ziegeln erbaut worden. In Mildenberg findet sich ein höchst interessantes Museum – der Ziegeleipark. Auf dem riesigen Gelände findet sich eine Aussttellung zur Geschichte und Technik der Tonziegeln und der alten Fabrik, mehrere alte Ringöfen zum Brennen der Ziegel. In den Hallen auf dem Gelände finden sich alte Produktionsmaschinen, eine alte Dampfmaschine (von 1918 bis 1989 in Betrieb) sowie das Feldbahnmuseum. Die Feldbahnen unterschiedlichster Feldbahnen waren früher das wichtigste Transportmittel der Fabrik. Täglich finden im Museum Feldbahnfahrten statt. Kürzlich wurde auch ein kleiner Draisinenparcours angelegt, bei dessen Befahrung man viel Spaß haben wird.
Zum ehemaligen Firmengelände gehören auch zwei Häfen, in denen die Ziegel auf die Havelboote verladen wurden.
Vom Museum ist es nicht mehr weit bis Zehdenick, einem schönen Städtchen mit altem Ortskern. Sehenswert ist vor allem das ehemalige Zisterzienserkloster. In der erhaltenen Klosterscheune finden heute Ausstellungen und Konzerte statt.